Selbstsicherheitstraining mit dem Kinderkraftwerk (R)

Stark, mutig und selbstbewusst – Kinderkraftwerk® zu Gast in der Grundschule

Wie kann ich selbstbewusst auftreten? Was mache ich, wenn mich jemand ärgert oder provoziert? Und wie kann ich meine eigenen Grenzen deutlich machen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Kinder der Klassen 2 und 3 bei einem besonderen Training mit dem Kinderkraftwerk® aus Maxdorf.

Gemeinsam mit Sarah vom Kinderkraftwerk® und unserer Schulsozialarbeiterin Teresa Eichberger erlebten die Kinder ein abwechslungsreiches und praxisnahes Resilienz- und Selbstbehauptungstraining. Dabei standen nicht nur wichtige Übungen, sondern vor allem der Spaß und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt.


Die Kinder lernten, ihre eigenen Gefühle besser wahrzunehmen, selbstbewusst aufzutreten und in schwierigen Situationen angemessen zu reagieren. Durch spielerische Übungen, Bewegungsaufgaben und Rollenspiele konnten sie verschiedene Alltagssituationen ausprobieren und direkt erfahren, wie wichtig eine klare Körpersprache, eine sichere Stimme und das Setzen persönlicher Grenzen sind.

Ein weiterer wichtiger Baustein war der Umgang mit Konflikten. Die Kinder erfuhren, dass Selbstbehauptung nicht bedeutet, stärker oder lauter als andere zu sein. Vielmehr geht es darum, für sich selbst einzustehen, ruhig zu bleiben, Grenzen zu setzen und sich Unterstützung zu holen, wenn man alleine nicht weiterkommt.

Ziele des Resilienz- und Selbstbehauptungstrainings

- eigene Stärken entdecken,
- Vertrauen in sich selbst entwickeln,
- lernen, auch in herausfordernden Situationen sicher und angemessen zu handeln,
- eigene Meinung zu äußern und für die eigenen Bedürfnisse einzustehen,
- persönliche Grenzen wahrnehmen und diese auch gegenüber anderen vertreten,
- sicherer Umgang mit Konflikten: Jede Beleidigung ist ein Test!

Dabei ging es auch darum, die Grenzen anderer Kinder zu respektieren. Selbstbehauptung bedeutet nicht, sich gegen andere durchzusetzen, sondern die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und gleichzeitig die Bedürfnisse und Grenzen anderer zu achten.

Sie lernten verschiedene Handlungsmöglichkeiten kennen: ruhig bleiben, deutlich seine Meinung sagen, Abstand gewinnen, Hilfe holen und sich an eine vertraute erwachsene Person wenden. Dabei wurde deutlich gemacht, dass es keine Schwäche oder „Petzen“ ist, sich Hilfe zu holen, sondern ein wichtiger und verantwortungsvoller Schritt sein kann.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Resilienz, also der Fähigkeit, mit schwierigen Situationen, Enttäuschungen und Herausforderungen umzugehen und sich nach belastenden Erfahrungen wieder zu stabilisieren. Die Kinder sollten erfahren, dass nicht immer alles sofort gelingt und dass Fehler, Streit oder Misserfolge zum Leben dazugehören. Entscheidend ist, wie man damit umgeht. Die Kinder wurden darin bestärkt, nach Lösungen zu suchen, nicht vorschnell aufzugeben und sich Unterstützung zu holen, wenn eine Situation alleine nicht bewältigt werden kann.



Zum Training gehörte abschließend auch die Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen. Wut, Angst, Traurigkeit oder Unsicherheit sind normale Gefühle und dürfen sein. Wichtig ist jedoch, diese Gefühle wahrzunehmen und einen angemessenen Umgang mit ihnen zu entwickeln. Sie lernten, eigene Gefühle besser zu erkennen und darüber zu sprechen. Sie erhielten Anregungen, wie sie sich in aufregenden oder stressigen Situationen wieder beruhigen und handlungsfähig bleiben können.

Die Kinder sollten am Ende des Trainings wissen:

* Ich kenne meine Stärken.
* Ich darf meine Meinung sagen.
* Ich darf Nein sagen.
* Ich kann meine Grenzen deutlich machen.
* Ich respektiere die Grenzen anderer.
* Ich kann auch in schwierigen Situationen ruhig und handlungsfähig bleiben.
* Ich darf mir Hilfe holen.
* Ich muss Probleme nicht alleine lösen.


Damit leistet das Resilienz- und Selbstbehauptungstraining einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung, zur sozialen Kompetenz und zu einem respektvollen Miteinander in der Schule. Die Kinder werden darin unterstützt, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, gleichzeitig die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen und Konflikte möglichst konstruktiv zu lösen. Gerade im Grundschulalter können solche Erfahrungen wichtige Grundlagen schaffen, damit Kinder zunehmend selbstständig, sicher und selbstbewusst durch ihren Alltag gehen. Besonders schön war zu beobachten, mit wie viel Begeisterung und Offenheit die Kinder bei der Sache waren. Sie probierten Neues aus, unterstützten sich gegenseitig und konnten dabei ihre eigenen Stärken entdecken.

Ein herzliches Dankeschön an Sarah vom Kinderkraftwerk® und unsere Schulsozialarbeiterin Teresa Eichberger für diesen abwechslungseichen und wertvollen Vormittag! Die Kinder nehmen sicherlich nicht nur viele neue Erfahrungen, sondern auch eine große Portion Mut, Selbstvertrauen und Stärke mit in ihren Schul- und Lebensalltag.

Denn starke Kinder sind Kinder, die wissen: Ich bin wichtig. Ich darf Nein sagen. Ich kann für mich einstehen. Und ich kann mir Hilfe holen.